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ÜBER MICH

Mein Leben

Jahrgang 77

Zu Beginn dieses Jahrhunderts bekam ich

den Magistergrad vom Lehrstuhl für

theoretische Philosophie an der HU Berlin.

Ich ging in die Unternehmensberatung.

Es folgte der Quereinstieg ins Handwerk.

Dort ging die Schule des Lebens weiter.

Körperliche Arbeit im Freien habe ich

so lieb gewonnen, dass ich nach wie vor

in Teilzeit im Baunebengewerbe bin.

Handwerk ist gut für die Seele.

Mittlerweile bin ich 48 Jahre alt;

die philosophische Büchermasse,

die ich zwischen 15 und 25 in mich

hinein geschlungen habe, ist verdaut.

Schon beim Studium faszinierte mich

die „Philosophie der normalen Sprache“,

die nie bei hochtheoretischen Termini stehen blieb; echtes Verständnis entsteht erst, wenn der Rückbezug zu Alltagsbegriffen gelingt.

Der andauernde Kontakt mit Handwerkern

hat mich diesen Rückbezug üben lassen.

In meiner Freizeit spiele ich Gitarre und komponiere; etwa das:

Die Bilder von mir

hat meine Frau gemacht.

DJG_Prelude
portrait13.JPG

Mein Denken

Weltlicher Kreationismus

Das alte Testament bietet nur

eine Variante des Kreationismus, 

und nicht die beste.

Für mich ist Kreationismus

die Suche nach

gestalterisch wirkenden Kräften.

Der Humanist findet sie im Menschen.

Der Soziologe in Gruppen von Menschen.

Sozialingenieure wenden technische Verfahren an

zur Veränderung von Gesellschaften.

Diesen kreativen Maßnahmen

unterliegen wir.

Die Spuren der Sozialingenieure

sind allgegenwärtig; sie schreiben ja Bücher, über das, was sie tun:)

Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu den Klippen der Verschwörungstheorie,

und die Aussicht von dort ist überwältigend.

Man muss sich anschauen, 

welchen Einflüssen man unterliegt,

sonst mangelt es an Orientierung im Dasein.

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